19 Jan
TuS Wesseling I – Eschweiler SG I 27-25 (12-12)
Gut gespielt – unglücklich verloren
25 Jan
Eschweiler SG - TuS Ehrenfeld 65 25:24
Dramatischer Heimsieg zum Hinrunden-Abschluss: Eschweiler SG ringt Ehrenfeld nach 0-6 Rückstand in letzter Sekunde mit 25:24 nieder
Die Arena hat gebebt – und am Ende durfte die Eschweiler SG einen Heimsieg feiern, der vor allem eines war: ein Sieg der Moral und der geschlossenen Teamleistung. Gegen den TuS Ehrenfeld 65 gewann die ESG nach großem Kampf mit 25:24 und beendet die Hinrunde mit 12:14 Punkten.
0:6 nach acht Minuten – und schon früh die Auszeit
Der Start verlief aus Eschweiler Sicht maximal bitter: Ehrenfeld begann bärenstark, verteidigte stabil und wurde von einem starken Torhüter unterstützt. Die ESG kam gegen die offensive Abwehrformation kaum zu klaren Abschlüssen, wirkte unkonzentriert und startete schlecht in die wichtige Partie. Nach acht Minuten stand es 0:6, und das Trainerteam sah sich bereits in der 5. Minute gezwungen, früh die erste Auszeit zu nehmen, um Struktur und Ruhe ins Spiel zu bekommen.
Dass die Partie am Ende trotzdem gewonnen wurde, macht diesen Abend so besonders. Denn: Die Mannschaft ist nicht auseinandergefallen. Im Gegenteil – sie hat sich an genau diesem Moment aufgerichtet.
Vorzügliche Moral: kein Hängenlassen, sondern „Tor um Tor“
Erst in der 9. Minute fiel durch Karsten Krahe das erste Eschweiler Tor. Aber ab da wurde sichtbar, was die ESG aktuell auszeichnet: ein gewachsener Reifegrad und ein echter innerer Glaube an die eigene Stärke. Anstatt sich vom Fehlstart lähmen zu lassen, arbeitete sich die Mannschaft mit Geduld und Einsatz Tor um Tor zurück – getragen von einer immer lauteren Kulisse.
Der erste Lohn: Vom 5:10 setzte die ESG von der 22 bis zur 25 Minute einen 4:0-Lauf und verkürzte in der ersten Halbzeit auf 9:10. Spätestens da war klar: Eschweiler ist nicht nur wieder im Spiel – Eschweiler will dieses Spiel. Zur Pause blieb Ehrenfeld nach einem erfolgreichen Siebenmeter zum Pausenpfiff knapp vorne (11:12).
Geschlossene Teamleistung – trotz Luft nach oben im Abschluss
Nach dem Seitenwechsel wurde es zum Schlagabtausch auf Augenhöhe – Tor um Tor. Und auch wenn die ESG personell geschwächt in die Partie ging, hat jeder für jeden gearbeitet: in der Abwehr mit viel Leidenschaft, im Angriff mit zunehmender Klarheit, auf der Bank mit positiver Energie.
Gleichzeitig zeigte das Spiel – trotz des Happy Ends – auch ein Thema, an dem die Mannschaft kontinuierlich weiterarbeiten muss: Eschweiler ließ erneut eine Reihe gut herausgespielter Chancen liegen und kam an diesem Abend von den Außenpositionen nicht auf die gewünschte Wurfeffizienz und Treffsicherheit. Umso höher ist der Erfolg zu bewerten: Die ESG blieb ruhig, hielt an ihren Abläufen fest und gewann das Spiel über Mentalität und Zusammenhalt.
Reifeprüfung bestanden: erste Führung und dramatisches Finale
In der 48. Minute fiel dann der Moment, der die Halle endgültig anzündete: Felix Schlösser erzielte das 20:19 – die erste Eschweiler Führung des Abends. Von da an ging das Spiel mit wechselnden Führungen Tor um Tor hin und her. Gestützt auf eine gute, leidenschaftlich kämpfende Abwehr und einem erneut stark haltenden Lars Blume blieb das Spiel bis zur letzten Sekunde spannend und offen.
Die Schlussphase hatte alles, was Handball so packend macht: Beim Stand von 24:23 hatte Eschweiler den Ball, vergab vorne – Ehrenfeld glich in der letzten Minute zum 24:24 aus. Doch auch da blieb die ESG klar im Kopf.
27 Sekunden vor Schluss nahm Eschweiler die Auszeit, besprach den letzten Angriff – und spielte ihn klug und clever konsequent zu Ende: Kreisläufer Christopher Siep traf mit all seiner Erfahrung zehn Sekunden vor Schluss zum 25:24. Danach verteidigte die ESG den letzten Ehrenfelder Angriff mit maximaler Leidenschaft und viel Mut – und rettete den Sieg über die Zeit. Nach der unglücklichen Niederlage in Wesseling aus der Vorwoche schlug das Pendel in diesem Spiel zugunsten der Indestädter.
Stimmen zum Spiel
Trainerteam Eschweiler SG:
„Das war heute vor allem eine Charakterfrage – und die Mannschaft hat sie überragend beantwortet. Nach dem 0:6 mussten wir schon in der 5. Minute die Auszeit nehmen. Entscheidend war: Niemand hat den Kopf hängen lassen. Diese Moral und diese Geschlossenheit – das war der Schlüssel. Vor einem Jahr hätten wir so ein Spiel sehr wahrscheinlich verloren. Heute spürst du: Die Mannschaft ist gereift, sie glaubt an sich und weiß, dass sie zuhause Spiele drehen kann – auch wenn wir personell angeschlagen waren. Und klar: Wir lassen noch zu viele freie Chancen liegen, da müssen wir von allen Positionen effizienter werden. Aber dass wir trotz dessen so ein Spiel gewinnen, zeigt die erfreuliche Entwicklung.“
Aufstellung:
Tor: Frank Becker, Lars Blume
Feld/Tore: Tobias Engelen (1), Lars Berretz (3), Christopher Siep (5), Niels Hoffmann (3), Karsten Krahe (2), Felix Schloesser (2), Daniel Weber (2), Jan Huppertz, Leon Weber (5/5), Markus Pesch, Felix Graaf (2), Jan Wotzlaw, Michael Weber (TR), Stefan Graaf (TR), Hans Thelen.
Ausblick
Mit 12:14 Punkten hat die ESG zur Halbzeit ein wichtiges Polster nach unten geschaffen – und gleichzeitig gezeigt, wie eng und unberechenbar die Liga ist. Der Heimsieg gegen Ehrenfeld ist ein Fingerzeig: Diese Mannschaft ist reifer geworden. Sie kann Rückschläge wegstecken, sie bleibt stabil – und sie hat zuhause den festen Glauben entwickelt, Spiele auch noch drehen zu können.
Für die Rückrunde gilt: Die Grundlagen stimmen (Moral, Teamgeist, defensive Leidenschaft in der Crunchtime) – im Abschluss muss die ESG jedoch konstanter werden. Wenn das gelingt und die Mannschaft ihre Energie früher in die Partie bekommt, ist in dieser Liga weiterhin vieles möglich.
Topspiel in der Eichendorff-Arena – HSV Frechen 20 kommt!
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Samstag, 31.01.2026, wartet der nächste Höhepunkt. Dann gastiert mit dem HSV Frechen 20 ein echtes Schwergewicht der Liga in der Eichendorff-Arena – Anwurf ist um 20:00 Uhr. Frechen reist als aktueller Tabellendritter mit Aufstiegsambitionen an und bringt einen breiten, top besetzten Kader mit nach Eschweiler.
Besonders im Fokus stehen dabei die beiden überdurchschnittlichen Rückraumspieler Goetz und Beer: Beide sorgen nicht nur selbst ständig für Torgefahr, sondern verstehen es auch, ihre Mitspieler geschickt freizuspielen und in Szene zu setzen. Für die Eschweiler SG ist klar: Um Frechen auf Augenhöhe zu begegnen, braucht es an diesem Abend eine absolute Topleistung – in der Abwehr mit maximaler Leidenschaft, im Tempospiel mit Konsequenz und im Abschluss mit der nötigen Effizienz.
Gleichzeitig ist die Motivation riesig: Nach mehreren bitteren Niederlagen in den letzten Duellen mit Frechen „wird es Zeit, ihnen mal etwas Zählbares abzuringen“. Mit dem Rückenwind aus dem dramatischen Heimsieg gegen Ehrenfeld, dem gewachsenen Glauben an die eigene Stärke und einer lautstarken Kulisse will die ESG alles investieren, um das Spiel lange offen zu halten – und es am Ende erfolgreich zu gestalten.
Deshalb der Appell an alle ESG-Fans:
Kommt in die Halle, macht die Eichendorff-Arena wieder zum Hexenkessel und unterstützt die Mannschaft – gerade gegen einen Topgegner wie Frechen kann jede Stimme den Unterschied machen. Anwurf 20:00 Uhr – wir brauchen euch!
21 Dez
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