25 Feb
Eschweiler SG II - HC Weiden 2018 IV 33:37 (18:2)
Gute Leistung trotz Heimniederlage
01 Feb
Eschweiler SG II - TV Roetgen 28:33
Zum Rückrundenauftakt im Abstiegskampf unterlag die Eschweiler SG II dem TV Roetgen trotz langer Führung am Ende mit 28:33.
Schwere Ausgangslage vor dem Anpfiff
Die Männer von Thomas Pletz mussten zum Start in die Rückrunde neben vielen langzeitverletzten auf zahlreiche kurzfristige Ausfälle verzichten, sodass nicht einmal eine komplette Stamm-Sieben der eigentlichen zweiten Mannschaft zur Verfügung stand. Unterstützung kam daher aus der dritten und vierten Mannschaft, wofür sich die Mannschaft an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedankt. Angesichts der Personalsituation hatte man sich im Lager der Indestädter nicht viel ausgerechnet. Jeder Punkt wäre ein Bonus gewesen – umso größer ist nun die Enttäuschung, da man über weite Strecken der Partie führte.
Starke erste Halbzeit der Blau-Gelben
Ganz zu Beginn fanden die Hausherren in der Abwehr noch keinen richtigen Zugriff und lagen zunächst mit 0:2 und 2:4 im Hintertreffen. Dann steigerte sich der Abwehrverbund deutlich, erzwang Ballgewinne und leitete die Wende ein. Ein 3:0-Lauf durch Rechtsaußen Lars Freiboth, der damit beim 6:6 (10. Minute) erstmals ausglich, brachte die ESG endgültig ins Spiel. Freiboth erwischte einen sehr guten Tag, traf insgesamt sechs Mal und war damit gemeinsam mit Phil Morsch bester Werfer der Heimmannschaft; in der ersten Halbzeit blieb er dabei ohne Fehlwurf.
Aus einem stabilen Deckungsverbund heraus erspielten sich die Blau-Gelben nun immer wieder Chancen, die Morsch vom Strich und aus dem Spiel konsequent verwertete. Die Indestädter gingen beim 7:6 erstmals in Führung und gaben diese bis zur Pause nicht mehr her. Zwischenzeitlich lag die ESG sogar mit vier Toren vorn und hätte den Vorsprung angesichts der Chancen möglicherweise noch höher gestalten können. Auf Seiten der Gäste lief im Angriff über einen längeren Zeitraum wenig zusammen. Mehrfach blieb Roetgen einige Minuten ohne eigenen Treffer. Gefährlich wurden sie vor allem über den Linkshänder im rechten Rückraum. So ging es mit einer verdienten 18:15-Führung in die Kabinen.
Kontrolle bis Mitte der zweiten Halbzeit
Auch nach Wiederanpfiff stand die Abwehr der Heimmannschaft zunächst stabil, und die Männer von Thomas Pletz konnten den Vier-Tore-Puffer halten. Die Blau-Gelben spielten ihre Angriffe geduldig aus und lagen beim 23:18 weiterhin komfortabel in Front.
In der 42. Minute nahm der TV Roetgen seine Auszeit und stellte im Anschluss auf eine deutlich offensivere Deckung um. Gegen diese veränderte Abwehr taten sich die Hausherren – auch bedingt durch die ungewohnte Konstellation und die hohe Belastung einiger Spieler – zunehmend schwer, Lösungen zu finden. Die Gäste kamen nun zu einfachen Toren über die erste Welle, sodass sich Trainer Pletz bereits zwei Minuten später gezwungen sah, ebenfalls die grüne Karte zu legen.
Trotz dieser Unterbrechung fanden die Indestädter ihren Rhythmus im Positionsangriff nicht mehr. Roetgen nutzte die Fehler konsequent, holte Tor um Tor auf und glich in der 51. Minute beim 26:26 erstmals wieder aus. In dieser Phase misslang der ESG zu viel, was auch der schwindenden Kondition geschuldet war, da einige Akteure nahezu durchspielen mussten.
Emotionen, doppelte Zeitstrafe und Bruch im Spiel
Nach einem bis dahin beherzten Kampf kochten bei den Blau-Gelben in der Schlussphase die Emotionen hoch. In der 50. Minute schwächte sich die Heimmannschaft zunächst durch eine Zeitstrafe gegen Tomas Hevia-Aza Pick, bevor es in der 54. Minute noch dicker kam. „Messi“ Hevia-Aza Pick handelte sich 2x2-Minuten wegen Meckerns ein.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die ESG völlig von der Rolle. Die Gäste nutzten die Überzahlsituationen konsequent, trafen per Siebenmeter und von der rechten Außenposition und zogen über 28:29 bis auf 28:33 davon. Am Ende stand eine zu hohe, aber angesichts des Einbruchs in der Schlussviertelstunde nicht unverdiente 28:33-Niederlage.
Blick nach vorn
Trotz der Enttäuschung über den verpassten Punktgewinn kann die Zweite aus der starken ersten ersten Halbzeit viel Positives mitnehmen. Einsatz, Moral und lange Phasen einer sehr ordentlichen Abwehrleistung im Abstiegskampf geben Anlass zur Hoffnung, zumal der Kader derzeit stark dezimiert ist. In der kommenden Woche wartet nun zur Primetime um 19:30 Uhr das nächste 4-Punkte-Spiel beim direkten Mitabstiegskonkurrenten Düren 99 II, in dem die Indestädter wieder alles investieren wollen, um endlich wieder Zählbares mitzunehmen.

26 Jan
verpassten Chancen und holpriges Offensivspiel kosten den Sieg